Welche Vorraussetzungen muss gutes Hundefutter erfüllen?

Welche Vorraussetzungen muss gutes Hundefutter erfüllen?

Es gibt alle möglichen Behauptungen über die Fütterung von Hunden, daher erscheint es uns als eine gute Idee, eindeutig die Anforderungen anzugeben, die eine KOMPLETTES TROCKENFUTTER für Hunde erfüllen muss.

(In dieser Information gibt es eine Diskussion zu Nährstoffen und Futtermitteln. Zur Vermeidung von Zweifeln: Futtermittel sind die Produkte, aus denen das Futter besteht. Nährstoffe sind die Stoffe, die bei der Verdauung dieser Produkte freigegeben und vom Körper des Hundes aufgenommen werden.)

  1. Erstens muss der Hund jederzeit gierig auf das Futter sein.
  2. Zweitens, muss das Futter ausgewogen sein; das bedeutet, dass alle Nährstoffe und andere Substanzen im Futter im Gleichgewicht zueinander sein müssen und darüber hinaus auf die gesamten Bedürfnisse des Hundes abgestimmt sein, und das bedeutet;
  3. Drittens, dass die Zusammensetzung der Nahrung die neuesten Nährstoffanforderungen für Hunde (Nutrient Requirements of Dogs) des Ausschusses für die Tierernährung erfüllen müssen (Committee on Animal Nutrition). Das sind die neuesten, wissenschaftlich fundierten und international anerkannten Standards für Hundefutter.
  4. Das Futter muss frei von chemischen Antioxidantien (Ethoxyquine, BHT und/oder BHA) und Konservierungsstoffen sein, die völlig unnötig sind, wenn reine Lebensmittel verwendet wurden. Vor allem ist das Antioxidant Ethoxyquine langfristig sehr schädlich für Hunde.
  5. Das Futter muss frei von Soja- und Getreidenebenprodukten sein, da diese unter anderem viele Phytate enthalten.
  6. In das Futter darf kein „destruktives“ Material verwendet werden, das von Tieren stammt, die starben oder eingeschläfert wurden (seit 1998 in der gesamten EU verboten, aber außerhalb weitgehend erlaubt).
  7. Pro Kilogramm Trockenmaterial, muss das Futter möglichst viel leicht verdauliche Energie enthalten.

• Zu 1.

Der Hund muss das Futter jederzeit eifrig fressen, damit er/sie weiterhin alles aufnimmt, was für eine optimale Funktion auch auf lange Sicht notwendig ist. Der Geruch und der Geschmack des Futters bestimmen für den Hund, ob ausreichend gefressen wird und ob er oder sie es weiterhin auf längere Sicht schmackhaft findet. Dies muss ohne Geschmacks- und Aromastoffe erreicht werden, weil diese auf lange Sicht Resistenz gegen Futter hervorrufen können. Das liegt daran, dass der Hund das Futter nicht als Ganzes riecht und schmeckt, sondern jede Zutat getrennt.

Darüber hinaus ist aus den humanmedizinischen Wissenschaften bekannt, dass z.B. Kinder sehr negativ auf Färbung, GeschmacksstoffeGeschmäcksstoffe und Aromen reagieren können, wenn es um die Beschaffenheit geht. Wie das für unsere Hunde ist, wurde bis jetzt nicht ausreichend untersucht. Dies ist der Grund, warum das Futter auch in Bezug auf Aroma und Geschmack eine Qualität haben muss, die keine Geschmacks- und Aromastoffe erfordert. Dies ist nur durch die Verwendung von reinen Materialien möglich, die auch in Kombination gutes Aroma und Geschmack garantieren.

Hinweis:

Es kann vorkommen, dass ein Hund, der immer Futter mit Geschmacks- und Aromastoffen erhalten hat, möglicherweise Schwierigkeiten bei der Umstellung auf Futter mit natürlichem Aroma und Geschmack hat. Wenn dies der Fall ist, sind Sie besser dran, wenn Sie dem Hund für ein paar Tage eine komplette Rohfleisch-PansenKuttel-Diät geben, bevor Sie wechseln.

Es tritt regelmäßig auf, dass die Hunde anfänglich eine Menge optimales Futter fressen, um vorhandene Mängel zu kompensieren (vor allem Spurenelemente und bestimmte Aminosäuren). Auf diese Weise nehmen Sie auch mehr Energie auf, als sie tatsächlich benötigen. Sobald sie sich von ihren Mängeln erholt haben (ihre Bedürfnisse sind wieder im Gleichgewicht) werden sie dann vorübergehend weniger fressen oder sogar aufhören zu fressen. Nach einer Weile fressen sie wieder normal.

• Zu 2.

Das Futter muss biologisch ausgeglichen sein. Darunter wird verstanden, dass alle Nährstoffe und andere Substanzen bei jeder Mahlzeit im richtigen Verhältnis zueinander sein müssen und daher müssen sie im Futter vorhanden sein.

Außer dem müssen diese so weit wie möglich den Bausteinen des Hundekörper ähnlich sein. Denn der Hund ein sogenannter „Energie-Fresser“ (d.h., die Menge des Futters, die der Hund frisst, hängt von der Menge der Energie ab, die das Futter enthält), alle Nährstoffe und andere Substanzen müssen im Gleichgewicht mit der Energiemenge im Futter sein.

Nährstoffe werden nämlich in erster Linie in vier Kategorien geteilt;

  • A. Proteine,
  • B. Fette
  • C. Kohlenhydrate
  • D. Vitamine, Mineralien und Spurenelemente

• A. PROTEINE:

Proteine sind wichtig für die vollständige Funktionsweise des Körpers. Proteine sind in jeder Körperzelle als eine wesentliche Komponente des Protoplasmas (Inhalt der Zellen) vorhanden. Eine wichtige Voraussetzung für Proteine ist, dass sie sehr funktionsspezifischen Anforderungen erfüllen müssen. Die wichtigsten Funktionen von Proteinen im Körper sind; ihre Funktion als Katalysator (Enzyme), ihre Regulierungsfunktionen (Hormone), ihre Schutzfunktion (Antikörper) und, nicht zu vergessen, ihre Rolle beim Aufbau und der Funktion des Körpers (Muskeln, Haare, etc.). Da Proteine einen sehr wichtigen Bestandteil eines Hundekörpers (Muskeln) bilden und die gesamte Funktion des Körpers (Stoffwechsel), unter anderem stark von der Verfügbarkeit der richtigen Proteine abhängig ist, bedeutet dies, dass ein bestimmter Teil des Futters aus Proteinen bestehen muss.

Die Bausteine der Proteine sind Aminosäuren. Jedes Protein hat seine eigene charakteristische Struktur, die sogenannte Aminosäurenkette, wobei die Menge und die innere Anordnung in der Kette variieren. Diese Aminosäuren werden weiter in ätherische (erforderliche) und nicht-essentielle Aminosäuren unterteilt. Die wesentlichen sind: Arginin, Histidin, Isoleucin, Leucin, Lysin, Metheonine-Cystin, Phenylalanin-Tyrosin, Threonin, Tryptophan und Valin. Eine gewisse minimale Menge jeder essentiellen Aminosäure muss im Futter vorhanden sein, denn der Hund kann diese nicht selbst aus anderen Aminosäuren herstellen. Dies steht im Gegensatz zu den nicht-essentiellen Aminosäuren. Dies ist der Grund, dass der Wert (der sogenannte biologischen Wert) pro Einheit des Proteins durch die Menge an essentiellen Aminosäuren im Verhältnis zu ihrem Gesamtanteil bestimmt wird.

Am Ende ist es die Aminosäure, die am wenigsten pro Einheit des Proteins vorhanden ist, die den Wert des Proteins für den Hund (die Minimalregel) bestimmt. Da der Eiweißbedarf von Hunden durch den Bedarf nach essentiellen Aminosäuren bestimmt wird, wird der erforderliche Eiweißgehalt des Futters nicht von der Proteinmenge bestimmt, sondern durch die biologische Wertigkeit des verwendeten Proteins. Je höher also der biologische Wert, desto weniger braucht der Hund davon, und umgekehrt. Außerdem muss die Menge des Proteins im Gleichgewicht mit der Menge der Energie im Futter sein; dies bedeutet, dass der Proteingehalt der Nahrung niemals als ein absoluter Betrag betrachtet werden darf.

Beispiel: ein Hund mit 35 kg braucht jeden Tag ca. 1900 Kcal und erhält die folgenden Mengen Eiweiß pro Tag;

Futter A. mit 4200 Kcal/kg und 24 % Eiweiß: der Hund erhält 1900/4200 = 452 g x 24 % = 109 Gramm Eiweiß.
Futter B. mit 3.600 Kcal/kg und 24 % Eiweiß: der Hund erhält 1900/3600 = 528 g x 24 % = 127 Gramm Eiweiß.
Futter C. mit 4200 Kcal/kg und 30 % Eiweiß: der Hund erhält 1900/4200 = 452 g x 30 % = 136 Gramm Eiweiß.
Futter D. mit 3.600 Kcal/kg und 30 % Eiweiß: der Hund erhält 1900/3600 = 528 g x 30 % = 158 Gramm Eiweiß.

(Kcal/kg = die Menge an Energie je Kilogramm Futter).

Unter Berücksichtigung des oben genannten sollte klargestellt sein, dass es nicht um einen absoluten Eiweißgehalt eines Hundefutters geht, sondern um dessen sogenannten Proteinanteil (fraction) geht. Dies ist der Prozentsatz an Energie im Futter, die durch das Protein geliefert wird.

Und dieser kann wie folgt berechnet werden.

Beispiel:: Auf der Packung ist angegeben: „Protein 24%, Fett 7%, Zellulose 3%, Asche 7%, Wasser 10%“.

Das sind insgesamt 51 % des Futters, der Rest, 100 – 51 = 49 %, sind die sonstigeanderen Kohlenhydrate.

1 Gramm Eiweiß liefert etwa 4 Kcal, 1 Gramm Fett ca. 9 Kcal und 1 Gramm sonstige Kohlenhydrate ca. 4 Kcal.

Die Gesamtenergie pro Kilogramm ist daher die Summe aus:

Protein 24 % = 240 Gramm x 4 = 960 Kcal.
Fett 7% = 70 Gramm x 9 = 630 Kcal.
Sonstige Kohlenhydrate 49 % = 490 Gramm x 4 = 1960 Kcal.

Energie pro kg gesamt: 3.550 Kcal.

Deshalb beträgt der Proteinanteil:

Energiegehalt aus Protein = 960 Kcal geteilt durch Gesamtenergie = 3550 Kcal X 100.
Also 960 / 3550 = 0,2705 x 100 = 27,05 %.

Der Proteinanteil von Trockenfutter liegt im Idealfall bei etwa 22-25 % für hochwertige Protein-Materialien und darf nicht höher als 27 % für Welpen und wachsende Hunde sein, da andernfalls der Stoffwechsel (Leber) unter zu viel Druck gerät. Wenn der Proteingehalt (Gesamte Aminosäuren) eines Futters höher ist als der Hund benötigt, kann dies sehr nachteilig für den Hund werden. Beispiel: durch überschüssige Proteinnutzung oder wegen schlechter Proteinqualität, wird zu vielzuviel Eiweiß benötigt, um den Bedarf an essentiellen Aminosäuren zu decken. Bei wachsenden Hunde beeinflusst das die Geschwindigkeit des Wachstums. Junge Hunde wachsen zum Beispiel zu schnell und ungleichmäßig. In diesem Fall erleben Hunde Wachstumsschmerzen. Diese können zu anderen Problemen führen und/oder die Wirkung von geerbten Problemen verstärken, wie z.B. Hüftdysplasie, deformierter Rücken, verdrehte Gelenke und ähnliches.

Da das überschüssige und/oder unbrauchbare Protein in Form von Aminosäuren immer nochimmernoch über das Blut in den Körper gelangt, müssen diese in der Leber zu Harnstoff aufgebrochen und dann von den Nieren herausgefiltert werden. Mit anderen Worten, die Leber und die Nieren müssen „Überstunden“ machen, um eine Proteinvergiftung zu verhindernt, die eine zusätzliche Belastung für diese Organe darstellt. Vor allem für junge Hunde kann diese zusätzliche Belastung ein ernstes Problem sein (was oft erst in späterem Alter sichtbar wird) weil die Organe, wie der ganze Körper, in maximaler Entwicklung sind und noch nicht in vollem Umfang arbeiten.

Außerdem müssen bei jungen Hunde diese Organe bereits mehr verarbeiten, als später als ausgewachsene Hunde, weil ihre Anforderungen/Nahrungsaufnahme pro Kilogramm Körpergewicht etwa doppelt so hoch sind, wie später als Erwachsene. Man sieht oft, dass bei einem Futter mit zu hohem Proteinanteil (viele der sogenannten Welpen-Futtersorten) und/oder schlechter Proteinqualität, die Leber die „Entgiftung“ nicht vollständig schafft. Dadurch können rote Flecken mit weißen Köpfen auf den empfindliche Hautbereichen entstehen (Bauch und Hüfte). Die Haut dient als zusätzliches Ausscheidungsorgan. Dies bedeutet, dass viele Hautprobleme bereits in einem frühen Stadium entstehen. Außerdem sind diese Hunde die späteren Kandidaten, die in der zweiten Hälfte ihres Lebens den tierärztlichen Rat erhalten, eine Diät oder Senioren-Futter zu fressen (weil die Leber und/oder Nieren es nicht mehr alles schaffen).

Unter Berücksichtigung des oben genannten wird Ihnen klar sein, warum äußerste Sorgfalt bei der Wahl der Menge und Qualität der Futtermittel gilt, die das Eiweiß liefern. Nur RohstoffeMaterialien mit hohem biologischem Wert und einer Qualität, die im Bereich menschlicher Nahrungsmittel verlangt werden würde, sind in dieser Hinsicht qualifiziert.

• B. FETTE:

Fette stellen eine konzentrierte Form der Energie dar und sind wichtig für das Funktionieren der Muskeln (Bewegung) und der körperlichen Organe. Diese Energie dient auch dazu, die Körpertemperatur auf der erforderlichen Höhe zu halten. Wie mit den Aminosäuren bei Proteinen, so ist bei Fetten der Gehalt an essentiellen Fettsäuren wichtig. Diese sind: Arachidonsäure, Linolsäure und Linolensäure.

Solange es ausreichend Linolsäure im Futter gibt, sind Arachidon- und Linolensäure weniger wichtig, weil diese aus Linolsäure gebildet werden können. Diese sind daher tatsächlich semi-essentiell. Wenn das Futter zu wenige essentielle Fettsäuren enthält, können verschiedene Körperfunktionen gestört werden, wie z.B. die Funktion von Zellen und Aufbau und die Pflege der Haut.

Genau wie essentielle Fettsäuren ist Lecithin auch ein notwendiger Bestandteil von Fett. Es funktioniert als eine Art Emulgator, ohne den die verschiedenen Fettsäuren nicht durch den Körper transportiert werden können. Lecithin ist also kein Zusatz, sondern ein wesentlicher Rohstoff, der in jedem Hundefutter vorhanden sein muss.

Da Fett die einfachste Energiequelle für einen Hund ist, wobei die Organe (bei der Verdauung) die geringste Belastung erleben, muss ein Trockenfutter so viel Fett wie möglich enthalten. Es ist selbstverständlich, dass dies reine Fette sein müssen, die nicht auf mehr als 90 °C erhitzt wurden. Diese finden sich nur im Bereich menschlicher Nahrung.

Die sogenannten trocken geschmolzenen Fette wurden überhitzt (120-180 °C) und enthalten zu viele freie Fettsäuren und Polymere. Freie Fettsäuren und Polymere belasten den Stoffwechsel (Leber) und haben, unter anderem, einen negativen Einfluss auf die Hautgesundheit, da sie in überschüssigen Mengen in der Haut gespeichert werden.

• C. KOHLENHYDRATE:

Kohlenhydrate sind Zucker und Stärke und sie gewährleisten, neben Fett, die Bereitstellung von Energie, und stammen überwiegend aus Getreide. Kohlenhydrate sind, genau wie Proteine und Fett, wichtig für die Gesundheit des Hundes (ganz im Gegensatz zu den Mitgliedern der Familie der Katzen). Aufgrund der Tatsache, dass der Darmtrakt des Hundes sehr kurz ist, müssen die RohstoffeLebensmittel, die die Kohlenhydrate liefern, bereits verdaut angeliefert werden. Dies tritt während des sogenannten Entsperrens auf (vergleichbar mit Kochen).

Es ist auch möglich, das Futter zu Extrudieren, wenn es zubereitet wurde, aber auf diese Weise besteht die Gefahr, dass die Proteine, Fette und wärmeempfindlichen Vitamine beschädigt werden. Vor allem Fette und Vitamine leiden beim Erhitzen auf über 100 °C. Unserer Meinung nach ist es deshalb besser, das Getreide zunächst zu entsperren, bevor es in gekochter Form der Gesamtkomposition hinzugefügt wird, und dann die komplette Mischung zu pressen, statt zu extrudieren.

• D. VITAMINE, MINERALIEN UND SPURENELEMENTE;

Neben den Proteinen, Fetten und Kohlenhydraten werden kleine Mengen an Mineralien, Vitaminen und Spurenelementen benötigt. Diese Nährstoffe müssen im Gleichgewicht zueinander stehen. Wenn zu wenig von einem Nährstoff im Futter vorhanden ist, treten Mangelerscheinungen auf, nicht nur Symptome, die unmittelbar auf das Fehlen des Nährstoffs zurückzuführen sind, sondern auch andere. Dies hat mit der Tatsache zu tun, dass ein Mangel an einem Nährstoff die Aufnahme eines anderen verhindern kann.

Auch wenn es zu viel von einem Nährstoff gibt, können andere Nährstoffe manchmal nicht aufgenommen werden, weil sie sich durch den „Überschuss“ gebunden sind.

Einige Vitamine, vor allem aus der B-Gruppe, sind gegenüber Erhitzen empfindlich. Dies ist einer der Gründe, warum es besser ist, das Futter nicht zu extrudieren. Der Verlust von Haarsträhnen lässt sich auf beschädigte, hitzeempfindliche Vitamine in extrudiertem Hundefutter zurückführen.

• Zu 3.

Das Futter muss den Richtlinien ‚Nutrient Requirement of Dogs‘ (Nährstoffanforderungen von Hunden) entsprechen. In der ganzen Welt werden Informationen aus der wissenschaftlichen Forschung ausgetauscht, die im Zusammenhang mit Hundefutter stehen. Von Zeit zu Zeit werden die Ergebnisse der verschiedenen Forschungen diskutiert, zusammengefasst und in Form von Leitlinien berichtet. Dies geschieht durch das ‚Committee on Animal Nutrition‘ (Ausschuss für Tierernährung) (wobei der Bericht über Hundefutter den Namen „Nutrient Requirement of Dogs“ trägt). Aus diesem Grund muss das Hundefutter in Übereinstimmung mit diesen Richtlinien zubereitet werden.

• Zu 4.

Das Futter muss frei von zusätzlichen Antioxidantien und Konservierungsstoffen sein. Antioxidantien sollen grundsächlich die Haltbarkeit eines Hundefutters verbessern, vor allem die der Fette (damit sie nicht ranzig werden). Die bekanntesten Antioxidantien sind: BHT, BHA und Ethoxyquin, wobei letzteres das gefährlichste ist (ein Gift, das in der Landwirtschaft verwendet wird).

Ethoxyquine ist vergleichbar mit einem Assassinen: Er kommt ganz bestimmt, aber man weiß nie wann! Also schauen Sie genau auf die Verpackung, vor allem bei Diät-Futter.

Antioxidantien sind, wenn gute Zutaten verwendet werden und die Vitamine fachgerecht behandelt wurden, unnötige Stoffe, zumindest im Hundefutter. Mit guten Fette und hochwertigen tierischen Proteinen sind die Redox-Eigenschaften der fettlöslichen Vitamine ausreichend, um eine lange Haltbarkeit zu gewährleisten. Nur um sicher zu gehen werden, genau wie bei menschlichen Nahrungsmitteln, zusätzlich Vitamin E und C in gutem Hundefutter hinzugefügt, die der Körper in Form von Urin ausscheidet, sofern sie im Übermaß vorhanden sind.

Die Gefahr bei der Verwendung von Antioxidantien verbirgt sich in der Tatsache, dass diese ernsthaften Einfluss auf den Stoffwechsel haben. Dieser Einfluss kann ernsthafte Fehlfunktionen verursachen, die schließlich über Haut- und Fellprobleme nachweisbar werden.

Angesichts der Tatsache, dass Haut und Fell als „SPIEGEL DER GESUNDHEIT“ bezeichnet werden, sind dies hinreichende Anhaltspunkte.

Konservierungsstoffe sind Substanzen, die das Wachstum von Pilzen verhindern. Manchmal heißt es auf der Verpackung, „Enthält keine Konservierungsstoffe“, und dadurch wird der Eindruck erweckt, es gäbe keine Antioxidantien im Futter. Konservierungsstoffe und Antioxidantien sind allerdings zwei völlig verschiedene Dinge.

Wenn die Verpackung vermeldet, „Mit EU-genehmigtem Antioxidans“, ohne dabei auch den Namen des Antioxidans zu nennen, können Sie ziemlich sicher sein, dass die maximal zulässige Höchstmenge (150 mg/kg) hinzugefügt wurde. Sehr oft verstecken sich hinter dieser Angabe 150 mg/kg Ethoxyquin.

Unter anderem aufgrund des oben genannten, müssen Sie Zutaten wählen, bei denen die gleichen Anforderungen gestellt werden, wie bei Produkten, die zum menschlichen Verzehr vorgesehen sind (obwohl diese sehr viel teurer sind). Das bedeutet, unter anderem, dass der Einsatz von chemischen Antioxidantien und Konservierungsstoffen nicht notwendig ist.

• Zu 5.

Das Futter muss frei von Proteinen aus Soja-Produkten und/oder andere Bohnensorten sein, denn sie enthalten sogenannte Phytate (Phytin und/oder Oxalsäure). Diese verringern die Resorption/Absorption, unter anderem, von Proteinen, Kalzium, Eisen, Zink, Magnesium und dergleichen. Vor allem während der Wachstumsperiode wird beobachtet, dass dies, neben einer falschen Proteinbalance und schlechten Materialien, als einer der Gründe für einen deformierten Rücken, verdrehte Knöchel, Probleme mit der Haltung und mit dem Laufen, usw. ist.

Natürlich gibt es auch genetische Faktoren, die solche Missbildungen verursachen können, aber wir dürfen nicht versäumen, die durch Ernährung möglichen Dinge zu erreichen. Auch wenn bestimmte Missbildungen genetisch vorhanden sind, die tägliche Ernährung (besonders während des Wachstums) bestimmt oft, ob sich diese Missbildungen später zeigen, und wenn ja, in welchem Umfang.

• Ad 6.

Das Futter muss frei von destruktiven Materialien sein. Aufgrund der einfachen Tatsache, dass im Umgang mit diesen Rohstoffen oft auch Antioxidantien verwendet werden müssen. (Seit 1998 dürfen destruktive Materialien nicht in der EU im Tierfutter verwendet werden; im Gegensatz zu beispielsweise USA, Kanada, Asien und Osteuropa).

• Ad 7.

Das Futter muss so viel Energie (Kcal.) wie möglich pro Kilogramm (Kcal.) enthalten. Denn der Hund ist ein sogenannter „Energie-Fresser“; der Hund frisst so viel wie nötig, um seinen Energiebedarf zu decken. Also mit anderen Worten, die Verdauung von anderen (Futter-) Substanzen hängt auch von der Energiemenge in einem bestimmten Hundefutter ab.

Wenn ein Hundefutter gut ausgewogen ist, aber weniger Energie pro Kilogramm enthält, muss der Hund mehr davon fressen. Dies bedeutet, dass der Hund auch hat weitere unnötigen Materialien verarbeitet. Diese unnötigen Materialien müssen alle von den Organen umgewandelt werden. Dadurch stehen die Organe unter zusätzlichem Druck, der vor allem für junge Hunde ein Problem sein kann, weil die Organe noch in der Entwicklung sind und daher noch nicht bei voller Kapazität funktionieren.

Außerdem brauchen junge Hunde doppelt so viel [Energie] pro Kilogramm Körpergewicht wie erwachsene Hunde. Neben jungen Hunden, trifft dieser Punkt sicherlich auch für Hunde zu, die auf dem größere Anforderungen eingestellt sind, was eine Steigerung des Nahrungsmittelbedarfs zur Folge hat, wie z. B.: Arbeitshunde, schwangere und stillenden Hündinnen.

Wenn Zutaten verwendet werden, die die gleichen Qualitätsstandards wie bei Produkten für den menschlichen Verzehr erfüllen, hat dies zur Folge, dass der Energiegehalt pro Kilogramm sehr hoch sein kann. Nämlich mit einem Nutzwert von mehr als 4000 Kcal pro Kilogramm des Futters.

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